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Was ist Chinesische Medizin ? Chinesische Medizin ist ein Heilsystem, dessen Ziel die natürliche Ordnung, die Harmonisierung der Lebensenergien im Menschen ist. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Verfahren, wie Akupunktur, Kräuterheilkunde, Massagen, Energieübungen (Qi Gong), Ernährungsberatung und Hinweise zur Lebensführung angewandt. Über tausende von Jahren sind tiefgreifende Erkenntnisse über die Natur des Kosmos, der Welt und des Menschen zusammengetragen und in Form von Gesetzmäßigkeiten und philosophischen Konzepten formuliert wurden. Yin und Yang, das Dao sind auch bei uns bekannte Weisheitslehren. Die Chinesische Medizin ist eingebettet in diesen Erfahrungsschatz. Alle Seiten des Lebens werden beleuchtet und in die Behandlung mit einbezogen, wie Beruf, Beziehungen, Ernährung, die Erziehung usw. Chinesische Medizin sieht den Menschen in seiner ganzen Vielfältigkeit. Es ist sinnvoll zu fragen, wo und weshalb der- oder diejenige in seiner ganz persönlichen Entwicklung steckengeblieben ist, bzw. was ihm/ihr fehlt. Hat der Behandler dies erkannt, kann der richtige therapeutische Impuls gegeben werden und Wandlung/Veränderung kann geschehen – der Patient empfindet dies als Besserung seiner Lage. In akuten oder sogar lebensbedrohlichen Situationen ist diese Herangehensweise natürlich obsolet, in chronischen Zuständen aber sehr wichtig. Die Begriffe der Chinesische Medizin sind sehr nah an der Natur selbst orientiert. So sind z.B. klimatische Einflüsse, wie Hitze, Kälte, Wind und Nässe zum einen potenziell krankmachende Faktoren, zum anderen werden sie benutzt, um das Krankheitsbild an sich zu beschreiben. Natürliche Zyklen wie Tageszeiten, Jahreszeiten, Mondphasen oder Lebensabschnitte werden in die Behandlung mit einbezogen. Auch noch nicht manifestierte Erkrankungen, können als Ungleichgewicht erkannt werden, z.B. anhand bestimmter Zungen- und Pulsbilder, und so im Ansatz verhindert werden. So ist die Vorbeugung in der Chinesischen Medizin von einiger Bedeutung. Was ist Chinesische Akupunktur ? Akupunktur ist das Setzen von speziellen Nadeln an den Akupunkturpunkten. Diese Punkte sind in ihrer Lage und Wirkung klar beschrieben. Es sind Sammelstellen der Lebensenergie Qi. Durch die Stimulation des Qi wird eine Regulierung des Energieflusses im Körper bewirkt.
Chinesische Akupunktur wurzelt in den Prinzipien der Chinesischen Medizin. D.h. der Auswahl eines Akupunkturpunktes geht eine Diagnose nach den Kriterien der Chinesischen Medizin voraus. Es wird so der individuelle energetische Zustand des Patienten erfasst. Erst dann kann die korrekte Auswahl der Punkte, wieder ganz individuell, erfolgen. Die Akupunktur kann, wenn sie gut beherrscht wird, sanft und so gut wie schmerzlos oder fast schmerzlos sein. Der oder die PatientIn sollte allerdings durchaus die Nadel spüren, als Indiz, das das Qi stimuliert wurde – dies wird Nadelsensation (Deqi) genannt.
Wer kann an der Akupunkturausbildung teilnehmen ? Prinzipiell steht die Ausbildung allen Interessierten offen. Um das Erlernte in die Praxis umzusetzen , d.h. am Patienten zu behandeln, ist ein Heilpraktiker - Schein erforderlich. Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an Personen, die Heilpraktiker, Heilpraktikeranwärter oder Ärzte sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit aus reinem Interesse an Chinesischer Philosophie und Heilkunst an der Ausbildung teilzunehmen. Ein wesentlicher Aspekt der chinesischen Weltanschauung ist der stetige Wandel aller Dinge und Phänomene – nichts ist statisch. Wir wünschen den Teilnehmern, dass sie die Impulse und Erkenntnisse, die sie durch die Vermittlung der Chinesischen Medizin bekommen, für sich selbst nutzen können – dies setzt Offenheit für Neues und damit für Veränderung voraus – etwas, das wir für unseren Berufsstand als Heilkundige für unabdingbar halten. Es geht dabei um die Fähigkeit der Persönlichkeitsentwicklung – im Dienste unserer Mitmenschen. Die Ausbildung (hier exemplarisch Hannover) Die Ausbildung in chinesischer Akupunktur unterteilt sich in zwei Blöcke, die einzeln belegt werden können. Die Basisausbildung umfasst insgesamt 440 Unterrichtstunden. In diesem Rahmen werden sowohl theoretische und philosophische Grundlagen erlernt, als auch verschiedene energetische Konzepte besprochen. Physiologie und Pathologie der Organe, sowie Erkrankungen der Leitbahnen werden in ihren Zusammenhängen dargestellt, sowie Diagnosetechniken erlernt. Neben diesen theoretischen Teilen kommt die Praxis nicht zu kurz: Finden und Tasten von Akupunkturpunkten, sowie ein sicherer Umgang mit der Nadel wird ausführlich eingeübt. Im späteren Teil der Ausbildung kann zusätzlich auch ein Ambulatoriumskurs belegt werden, in dem supervidierte Behandlungen möglich sind. So wird dem Teilnehmer ein fließender und sicherer Übergang von der Ausbildung in die eigene Praxis ermöglicht. Im Aufbaukurs werden zusätzliche Konzepte der CM angeboten, weitere Differentialdiagnosen besprochen, sowie in den Arbeitsgruppen die Diagnose und Erstellung von Therapiekonzepten vertieft.
Block 1 - Die Basisausbildung Ziel: sichere Anwendung der Grundlagen der Chinesischen
Medizin (CM) und Akupunktur, d.h. individuelle Diagnoseerstellung nach den
Gesetzen der Chinesischen Medizin, Erstellung eines Therapiekonzeptes sowie
Beherrschung der Akupunkturtechniken. Dauer: 2 Jahre Arbeitskreise: finden an einem Wochentag von 18 – 21 Uhr statt; Aufgabe und Ziel dieser AKs ist das praktische Üben und Vertiefen des an den Wochenenden Gelernten, im 1. Jahr vor allem die Lokalisation der Akupunkturpunkte und Leitbahnen, ab dem 2. Jahr genutzt als Ambulatorium, d.h. das Üben der Anamnese, das Erstellen einer Diagnose und die Behandlung am Patienten Ausbildungskosten: pro Jahr € 1.990,- (€ 3.980,- für 2 Jahre) oder 24 x € 175,- Ausbildungsinhalte: Einführung in die Weltsicht der Chinesen (Philosopische Konzepte) Übersicht der historischen und derzeitigen Entwicklung der Chinesischen Medizin Gesetzmäßigkeiten von Yin und Yang Die fünf vitalen Substanzen – Qi, Blut, Körpersäfte, Essenz und Geist-Shen Die acht Leitkriterien – Fülle/Leere, Hitze/Kälte, Außen/Innen, Yang/Yin Krankheitsauslösende Faktoren - Innere, Äußere und andere Faktoren Physiologie der Inneren Organe der Chinesischen Medizin (Zang-Fu-Lehre) Leitbahnen, Akupunkturpunkte, Entsprechungen in Makro- und Mikrokosmos, Wesenstypus, Krankheitsmuster (Syndromlehre) der Wandlungsphasen ð Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz Diagnostik in der CM : Pulsdiagnostik, Zungendiagnostik, Gesichtsdiagnostik, Leitbahnendiagnostik, Akupunkturpunktdiagnostik Anamnese (Befunderhebung) und Erstellen eines Therapiekonzeptes Akupunkturtechniken, Moxibustion, Schröpftechniken Akupunkturpunktkombinationen Die Acht Außerordentlichen Gefäße Grundlagen der Gynäkologie in der CM Differenzierung und Behandlung verschiedener Krankheitsbilder in der Chinesischen Medizin Prüfungen: Zwischenprüfung: nach 12 Wochenenden eine kurze schriftliche Prüfung in Form von Multiple-Choice-Fragen Abschlussprüfung : schriftlich, mündlich und praktisch, sowie das Erstellen einer Abschlussarbeit bei freier Themenwahl
Block 2 - Aufbaukurs Ziel: Vertiefung der Kenntnisse durch Differenzierung von verschiedenen Krankheitsbildern und deren Behandlung in der Praxis, Erweiterung der diagnostischen Fähigkeiten, Sicherheit im Erstellen der Anamnese, Diagnose und des Behandlungskonzeptes durch das Ambulatorium Dauer: 1 Jahr Fortbildungsinhalte unter anderem 6-Schichten- und 4-Ebenen- Modell (Shan han und Wen bing-Theorien) Vertiefung Puls- und Zungendiagnostik Akupunktur in der Schwangerschaft und Nachsorge Diätetik Gynäkologie: Myome, Endometriose, Infertilität
Fortbildungsseminare für Teilnehmer mit abgeschlossener
Akupunkturausbildung. Wenn`s an die Nerven geht - Neurologische Erkrankungen in der Chinesischen AkupunkturPatienten mit Nervenleiden, wie so schön heißt, gehen in der Akupunkturpraxis ein und aus. Nicht weil’s so schön ist, sondern weil wir ihnen etwas zu bieten haben. So sind Neuralgien mit starken Schmerzen, wie Herpes Zoster, Trigeminusneuralgie, Interkostalneuralgien oder Lumbago, Krankheitsbilder, bei denen die Akupunktur schnell deutliche Schmerzreduzierung erreicht. Aber auch mit neurologischen Erkrankungen, die mit Lähmungen einhergehen, wie Hemiphlegie, Gesichtslähmung oder MS werden wir uns beschäftigen. Teil dieser Fortbildung wird eine Einführung in die chinesische Schädelakupunktur sein. Gynäkologie IIMuss ich wirklich Hormone nehmen? Immer mehr Frauen sind nicht mehr bereit, die teilweise erheblichen Gesundheitsrisiken in Kauf zu nehmen, die eine Langzeiteinnahme von Hormonen bedeuten kann. Sie wollen ihren Körper wieder ernst nehmen, sind bereit, sich auseinanderzusetzen mit der Reaktion ihres Körpers auf ihre Lebensweise. Sie sind bereit für Veränderungen. Dennoch wollen sie sich nicht von unangenehmen Symptomen dominieren lassen. Hier kann die Chinesische Medizin helfen. Sie kann zu einer deutlichen Verbesserung des Krankheitsbildes führen, und dabei gleichzeitig neue Wege für die Frauen eröffnen. Wir werden uns mit den heute in der Praxis wichtigsten Themen beschäftigen wie Unfruchtbarkeit, habituelle Fehlgeburten, PMS, Knoten in der Brust, Klimakterium, Eierstockzysten u.a. Termin:
03./04. Feb. 2007 in der Amara-Schule Hannover Männer – stark aber zerbrechlich Männer sind eine gefährdete Spezies. Sie haben häufiger chronische Erkrankungen, setzten sich Risiken durch Nikotin, Alkohol und falscher Ernährung aus, sie praktizieren Extremsportarten und haben ein geringes Gesundheitswissen. Sie geben weniger Geld für Wellness, Kuren und Prävention aus und haben eine sieben Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Doch die Zeiten ändern sich. Immer häufiger finden Männer den Weg auch zum Heilpraktiker. Besonders die Chinesische Medizin findet einen großen Zuspruch. Als TCM – Therapeuten können wir bei vielen Männererkrankungen sehr effizient helfen. Dieses Seminar gibt einen Überblick über die „Physiologie“ der Männer aus Sicht der TCM. Es werden allgemeine Probleme und spezielle Disharmoniemuster von Männern besprochen. Die häufigsten und wichtigsten Erkrankungen und deren Behandlung mit Akupunktur werden durchgenommen. Dazu gehören u.a.: erektile Dysfunktion – Impotenz, unterschiedliche Erkrankungen der Prostata, Krebsformen des Urogenitaltraktes, sowie Stress und Burnout. Termin: 03./04.03.2007
in der Amara-Schule Hamburg Fortbildung zum Thema Diätetik Diätetik ist eine wichtige Säule nicht nur der chinesischen Medizin. Auch in der westlichen Heilkunde kennt man den Ausdruck „Nahrung sei Deine Medizin“. Erst wenn die Ernährungstherapie keine Heilung bringt, sind Arzneimittel einzusetzen, heißt es bei Sun Si Miao. Die Nahrungsmittel werden wie die Arzneimittel nach ihrer energetischen Heilwirkung auf den Menschen eingeteilt. Wir werden uns also mit dem Temperaturverhalten, dem Geschmack, dem Wandlungsphasenbezug und der Wirkrichtung von Lebensmitteln z. T. auch praktisch beschäftigen. Aber auch Essenszeiten, Organuhrzeiten, Jahreszeiten sowie die Frage nach einer gesunden Ernährung werden thematisiert. Aus dem Gelernten werden dann diätetische Therapien für einige allgemeine Erkrankungsmuster wie Qi- Leere, Yang- Leere, Yin-Leere, Blut- Leere, Schwäche des Abwehr- Qi und Feuchtigkeits- und Schleimerkrankungen entwickelt.
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